Das Sonos-Projekt Employability

Das Pilotprojekt Employability unterstützte arbeitslose Menschen mit Hörbeeinträchtigung dabei, sich auf dem Arbeitsmarkt (wieder)einzugliedern. Employability bezeichnet die Fähigkeit, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen. Auslöser für das Projekt war die prekäre Arbeitsmarktsituation für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung.

Auch für Menschen mit Behinderung bedeutet Arbeit Lebensqualität und gesellschaftliche Wertschätzung. Ohne gezielte Förderung sind hörbehinderte Menschen aber häufig weniger leistungsfähig. Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten führt dies zu einer geringeren Wertschöpfung und somit wieder zu höheren Kosten für die öffentliche Hand.

Nach einer Studie der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) sind Menschen mit Hörbeeinträchtigung dreimal häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als sogenannte Guthörende. Dies liegt häufig in Vorurteilen begründet: Eine Hörbeeinträchtigung wird von potenziellen Arbeitgebern oftmals gleichgesetzt mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Damit haben am stärksten junge Betroffene nach Abschluss ihrer Berufslehre zu kämpfen. 

Employability

Menschen mit Hörbeeinträchtigung sind vor allem Fachkräfte

Sonos sensibilisierte mit dem Projekt Unternehmen dafür, dass Menschen mit Hörbeeinträchtigung vollwertige Arbeit leisten können. Damit sollten einerseits Menschen mit Hörbeeinträchtigung auf dem ersten Arbeitsmarkt (re)integriert werden, andererseits sollte die öffentliche Hand nachhaltig entlastet werden. Das von Sonos konzeptionierte und koordinierte sowie von den regionalen Gehörlosenfachstellen durchgeführte Projekt basierte auf der Förderung des Einzelnen. Dazu gehörten unter anderem Coachings, Potenzialanalysen, adäquate Förder- und Fortbildungsmassnahmen, Fachberatung rund um die Bewerbung sowie Begleitung in der Einarbeitungszeit.

Das Ergebnis des Employability-Projekts

Das Projektziel war, in einem Zeitrahmen von 3 Jahren mindestens 20 Arbeitsverhältnisse zwischen Unternehmen im ersten Arbeitsmarkt mit Gehörlosen und Schwerhörigen respektive Cochlea-Implantat-Trägerinnen – und –Trägern zu ermöglichen und diese Erwerbsverhältnisse unter Nutzung von Synergien mit den sieben Gehörlosenfachstellen professionell zu begleiten sowie uns für deren nachhaltigen Fortbestand einzusetzen. Dieses Ziel wurde erreicht.