Eine Schrift für hörbehinderte Menschen

07.11.2017

Es ist eine grosse Herausforderung für hörbehinderte Menschen, das Sprechen zu erlernen. Gehörlose Menschen wissen weder wie Worte klingen sollen noch wie sie klingen, wenn sie sie aussprechen. Ganz zu schweigen davon, dass es keine Möglichkeit gibt, Wörter intuitiv zu buchstabieren. Nun hat, wie das deutsche Design-Magazin Page berichtet, die junge Designerin Hanna de Vries eine Schrift speziell für hörbehinderte Menschen gestaltet.

Anders als die herkömmliche Lautschrift verwendet diese ausschliesslich Buchstaben des lateinischen Alphabets. Natürlich um einige Varianten ergänzt, da einige Buchstaben, etwa das v, ja mehrere Laute abbilden. »Meine Schrift soll intuitiv und auditiv interpretierbar sein und allein aus den Zeichen der lateinischen Schrift bestehen,« sagt Hanna de Vries. »Also habe ich versucht, für jeden Buchstaben eine Form zu finden, die die Aussprache dieses Zeichens visuell unterstützt und es den Betrachter intuitiv sagen lässt. Die Buchstaben sollen optisch den Klang des Lautes wiedergeben.« Sieht man die zusätzlichen Zeichen einzeln sind sie nicht direkt selbsterklärend. Um sie zu verstehen müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Der Buchstabe muss im Wortzusammenhang stehen und die Schriftsprache beziehungsweise die Rechtschreibung der Schriftsprache muss bekannt sein. »Meine Schrift soll dabei helfen, zu verstehen, wie ein Buchstabe im Zusammenhang eines Wortes ausgesprochen wird,« fasst Hanna de Vries zusammen. Die noch namenlose Schrifttype kann beim Lesenlernen von Gehörlosen ebenso hilfreich sein wie ganz allgemein beim Erlernen einer Fremdsprache. Mehr Infos unter http://hannadevries.de/type-design/.