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Hört unser Kind gut?

Sehschwierigkeiten, motorische Schwierigkeiten und Kommunikationsschwierigkeiten können die Entwicklung von Sprache und Sprechen behindern. Schwerhörige, gehörlose oder ertaubte Kinder können Sprache je nach Ausmass des Hörverlustes nur teilweise, bruchstückhaft oder gar nicht aufnehmen. Wird eine Hörstörung frühzeitig erkannt und werden die nötigen Massnahmen getroffen, kann sich das Kind trotzdem sprachlich und geistig normal entwickeln. Eine notwendige Unterstützung hierzu sind meist Hörgeräte sowie Ablesen von Lippenbewegungen vom Munde des Sprechers, eventuell ein Cochlea Implantat (CI).

Folgende Anzeichen können auf eine verminderte Hörfähigkeit hinweisen.

Das hörgeschädigte Kind

reagiert wenig oder nicht auf Sprache, Geräusche, Töne, Lärm

kann durch Singen oder durch eine Musikdose nicht beruhigt werden

lässt sich nur schwer durch Sprache, Geräusche, Töne, Lärm ablenken

ist stark visuell orientiert, beobachtet die Umgebung aufmerksam und reagiert auf Handbewegungen

erschrickt beim plötzlichen Auftauchen einer Person im Blickfeld

reagiert auf feinste Erschütterungen

ist auffallend laut

hört fühzeitig auf zu lallen

spricht mit 2 Jahren noch nicht oder nur wenige undeutliche  Worte

Das sollten sie beachten

Fragen A (Alter 0 bis 3 Monate)

1. Haben laute Geräusche (Türe zuschlagen, hinunterfallende Gegenstände) den Säugling erschreckt?  ja/nein
2. Bewegte sich das Kind im Schlaf bei lautem Lärm in seiner Nähe, ohne dass es eine Vibration oder einen Luftzug spüren konnte?  ja/nein
3. Hat es auf angenehme Geräusche (Musik, Spieldose) gelauscht?  ja/nein 4. Hat es sein Plaudern verstärkt, wenn Sie in seinen Lauten mit ihm gesprochen haben?  ja/nein
5. Ist es erschrocken, wenn Sie an sein Bett traten, um es aufzunehmen? ja/nein
6. Haben sie schon den Verdacht gehabt, es höre eventuell nicht ganz gut?  ja/nein

Wenn Sie bei den Fragen 5 und 6 mit ja und bei den anderen Fragen mit nein geantwortet haben, dann sollten Sie nicht mehr warten, sondern das Gehör Ihres Kindes prüfen lassen. Wenden Sie sich dazu an Ihren Arzt, an eine der aufgeführten Hörabklärungsstellen oder an Sonos.  

Fragen B (Alter 3 bis 6 Monate)

1. Konnten Sie mit Ihrer Stimme  das Kind beruhigen, wenn es weinte  (auch wenn Sie nicht im Blickfeld des Kindes waren)?  ja/nein
2. Ist es erschrocken, wenn Sie  an sein Bett traten um es aufzunehmen?  ja/nein
3. Wendete das Kind seinen Kopf sprechenden oder singenden Personen oder Geräuschen zu?ja/nein
4. Ist das Plaudern inzwischen reichhaltiger geworden?  ja/nein
5. Plaudert das Kind in verschiedenen Tonhöhen?  ja/nein
6. Versuchte es zu sprechen, wenn sie es angesprochen haben?
7. Haben Sie schon den Verdacht gehabt, Ihr Kind höre eventuell nicht ganz gut?  ja/nein

Wenn Sie die Fragen 2 und 7 mit ja und die anderen Fragen mit nein beantwortet haben, sollten sie nicht mehr zuwarten, sondern das Gehör Ihres Kindes prüfen lassen. Wenden Sie sich dazu an Ihren Arzt, an eine der aufgeführten Abklärungsstellen oder an Sonos.