Ertaubte haben ihr Gehör durch Krankheit oder Unfall vollständig verloren.
Sie verstehen und sprechen in der Regel Mundart.
1. Sprechen Sie mit Ertaubten deutlich, nicht zu
schnell und in normalem Rhytmus.
2. Achten Sie darauf, dass Ertaubte Ihr Gesicht
von vorne und in guter Beleuchtung sehen; sie sind darauf angewiesen, von Ihren
Lippen abzulesen.
3. Ertaubte können sich nur mit einer Person aufs
Mal unterhalten; Wechsel der Gesprächspartner müssen angezeigt werden.
4. Informieren Sie die Ertaubten auf jeden Fall
vor einem Gespräch über das Thema und geben Sie einen Themawechsel sofort
bekannt. Sprechen Sie in einfachen Sätzen.
5. Vergewissern Sie sich, dass die Ertaubten alles
richtig verstanden haben. Dies ist besonders wichtig bei Abmachungen, Zahlen und
Namen. Wiederholen Sie nötigenfalls das Gesagte und zögern Sie nicht, das
Wesentliche in Stichworten aufzuschreiben.
6. Wenn Sie Ertaubten einen Apparat oder einen
Plan erklären müssen, denken Sie daran, dass sie entweder nur von Ihren Lippen
ablesen oder Ihren Handbewegungen folgen können.
7. Denken Sie daran, dass ein Gespräch von den
Ertaubten volle Konzentration erfordert und sie deshalb auch rascher ermüden.
Legen Sie darum bei längeren Gesprächen ab und zu eine Pause ein.
8. Ertaubte hören ihre eigene Stimme nicht. Machen
Sie sie darauf aufmerksam, wenn sie lauter oder leiser sprechen sollen.
9. Helfen Sie den Ertaubten am Arbeitsplatz, indem
Sie sich dafür einsetzen, dass sie die notwendigen Informationen und
Mitteilungen wenn möglich schriftlich und rechtzeitig erhalten und dass sich das
Umfeld ihren Schwierigkeiten entsprechend angepasst verhält.
Konsultieren Sie für zusätzliche Informationen auch die Informationen zum
Kurswesen von pro audito schweiz!